admin am 09.11.2010
Aquaristik
Unter dem Begriff Aquaristik versteht man Tätigkeiten, die mit dem Betrieb und der Pflege eines Aquariums zu tun haben. Aquaristik bezeichnet sowohl die professionelle Unterhaltung eines Aquariums, als auch das Betreiben eines Aquariums als Hobby.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Süßwasser- und Meerwasseraquaristik, wobei der Unterschied im Salzgehalt des Wassers liegt. Zudem gibt es auch Brackwasseraquarien, eine Mischung aus Süß- und Salzwasser.
Als Meerwasser- oder auch Seewasseraquaristik, bezeichnet man die Haltung und Pflege von marinen Organismen. Der Salzgehalt in Meerwasser beträgt ca. 3,4 %.
In Aquarien erhält man Salzwasser, indem man Leitungswasser aufbereitet und mit Meersalz mischt.
Sehr beleibt als Meerwasseraquarium sind Korallenriffaquarien, die es ermöglichen, sich einen kleinen Teil der bunten Unterwasserwelt der Riffe ins eigene Wohnzimmer zu holen.
Im Vergleich zur Süßwasseraquaristik ist ein Meerwasseraquarium schwerer zu unterhalten und zu pflegen. Man benötigt andere Filter, meist in Form von lebenden Steinen und einem Eiweißabschäumer. Auch die Beleuchtung muss ausreichend stark sein, da spezielle Algen im Salzwasser durch Photosynthese Sauerstoff und Nährstoffe erzeugen, die den Korallen als Nahrung dienen. Meist werden Metalldampflampen verwendet.
Eine starke Pumpe ist sehr wichtig, denn das Wasser sollte mindestens 10-mal in der Stunde komplett umgewälzt werden. Und auch wegen der Filterung ist eine starke Wasserbewegung notwendig.
Die Temperatur sollte zwischen 24° und 28°C liegen. Die Lampen und die Pumpe erzeugen oft soviel Abwärme, dass eine zusätzliche Heizung gar nicht mehr notwendig ist. Sehr wichtig zu wissen ist, dass die Wassertemperatur in Korallenriffaquarien auf keinen Fall 30°C übersteigen sollte, da dann das Korallensterben beginnt, da der Nährstofffluss unterbrochen wird.
Nicht zuletzt deshalb ist die Süßwasseraquaristik nach wie vor, vor allem bei Hobbyaquarianern, beliebter als die Meerwasseraquaristik. Die Aquarien sind leichter zu unterhalten und in der Anschaffung deutlich günstiger. Süßwasseraquarien werden wiederum in eine Vielzahl von Unterkategorien unterteilt, meist nach Wassertemperatur und Besatz.
Süßwasseraquarien gibt es oft schon als Komplettsets im Handel zu kaufen, die neben dem Becken auch eine Heizung, eine Pumpe, Beleuchtung und einen Filter enthalten. Was den Fischbesatz angeht, bietet sich eine Fülle von Möglichkeiten.
Ob ein Gesellschaftsaquarium, in dem sich die unterschiedlichsten Fische aufhalten, und das deshalb bei Anfängern am beliebtesten ist, oder ein Amazonasbecken, in dem die Unterwasserwelt des Amazonas nachgebildet wird. Anfänger sollten sich von einem Fachmann beraten lassen und dann gemeinsam mit dem entscheiden, welches Aquarium fürs Erste das Beste für sie ist.